Nicole Amsbeck

 
 


 

 


Home

Theater aus der Plastiktüte Premiere – Amüsant und aufrüttelnd zugleich: Darmstädter „Grenztänzer“ spielen „Das Elektrasyndrom“

weitere Aufführung : Di 29.05.2012 | 11:00 im Theater Mollerhaus

Jugendtheatervorstellungen, die um 11 Uhr beginnen sind Veranstaltungen, die in erster Linie ein Angebot für Schulklassen und größere Gruppen sind; Einzelbesucher sind ebenfalls herzlich willkommen!
Eine Voranmeldung ist in beiden Fällen unbedingt erforderlich. Ab 10 Personen (ermäßigter Einzeleintritt).

Sie erreichen uns Montags bis Freitags zwischen 10 und 13 Uhr unter folgender Tel. Nr.: 06151-26540 oder per E-Mail

... mehr zum ElektraSyndrom

Elektra

Das Elektrasyndrom ist politisch engagiert, frauenbewegt und zugleich so unnachhaltig, absurd und unterhaltsam wie ein Stück sein muss, das sein Publikum amüsiert und dennoch aufrüttelt.

05. März 2012 | Von Natalie Soondrum | Darmstädter Echo

-----------------------------------------------------------------------------------------------------

Montag, 26.3.2012| 26. März 2012 | Von Stefan Benz
Verbunkert in Afrika Schauspiel – Theater Curioso spielt Henning Mankells „Antilopen“ auf der Darmstädter Mollerhaus-Bühne.

Afrika nistet ihnen als Albtraum im Kopf – und als Parasitenwurm im Fuß von Lars (Ulrich Sommer). Der Entwicklungshelfer erträgt die Hitze nicht, nicht den schweißnassen Stoff auf der Haut. Er läuft lieber in Unterwäsche herum, greift erst zur Bourbonflasche, dann zum Essbesteck, stochert an seinem Fersenwurm herum und geht dann wieder ran an die Bulette auf seinem Teller. Elisabeth bringt für solch einen Anblick kaum noch Empörung auf. Nicole Amsbeck spielt diese Frau erschöpft und verhärmt, entkräftet und übermüdet. Manchmal gelingt ihr ein feines Lächeln. Wenn Lars um ihre Aufmerksamkeit buhlt, dann mobilisiert sie mitleidige Ironie. Wenn sie an seine Päderastenfotos denkt, kocht kurz die Wut in ihr auf.mehr...

weitere Aufführungen: 19. und 20. April, 11 und 12. Mai im Theater Mollerhaus, Sandstraße 10. Kartentelefon: 06151 26540.

-----------------------------------------------------------------------------------------------------

„Die Wanze“ vom Theater Lakritz ist von der Kaleidoskop-Jury für die Kaleidoskop-Theatertage 2012 ausgewählt worden, wir freuen uns sehr darüber..

Die Bewertung der Jury: Theater Lakritz „Die Wanze“

Staubig geht es los: Zwei Darsteller tauchen auf, reiben ihre schwarzen Kostüme
mit Mehl und Kakao ein. Wir Zuschauer mitten im Geschehen, zwischen bizarren
Pflanzenskulpturen hockend. Schon zu Beginn ist klar: Wir sind auf den
Gartenboden unter die Kleinstlebewesen geraten und es wird eine erdig-rauhe
Geschichte geben: einen augenzwinkernden Krimi mit Rätseln, skurrilen Figuren,
Romanzen und einer mysteriösen Verschwörung – nur eben unter Insekten.
Dabei bleibt das Ganze niemals eine trockene Angelegenheit: Für Sinnlichkeit ist
ebenso vielfach gesorgt wie für das Bespielen der eigenen Phantasie. Die
unterschiedlichsten Krabblertypen entstehen vor unserem inneren Auge, wenn die
Darsteller ihre Körper sprechen und ihren Stimmen dazu zirpen, knacken, rascheln
lassen. Hier merkt man, dass das Ensemble intensive Insektenbeobachtungen
betrieben hat.
Dazu versüßen die wunderbar verspielten, dabei stets der Geschichte dienende
Regieeinfälle Nicole Amsbecks zusätzlich den Abend. Aber auch der Plot hat
einiges zu bieten, nämlich, Zitat: „Eine Geschichte über Freundschaft und
Individualität und über das Einstehen für den eigenen Weg und dem Kampf für die
Dinge, die einem wichtig sind im Leben.“ Da geraten wir auch schon mal ins
Grübeln über uns selbst, wenn die Vor- und Nachteile des kollektiven
Ameisenstaats eine Entscheidung erzwingen. Was noch? Vor allem: Die Kinder
werden unaufgeregt immer wieder in die Handlung mit einbezogen, ohne dass das
Stück zum platten Mitmachtheater verkommt. Und selbst das anspruchsvolle
Rundherumspiel inmitten der Menge wird mit Bravour gemeistert: Stets halten Julia
Blanke und Björn Lehn den ganzen Raum im Bann.
Wer diesen Insektenthriller gesehen hat, kann seine DVD von Disneys „Großem
Krabbeln“ getrost auf dem Flohmarkt verkaufen.


Steffen Popp, März 2012